Kulturprojekt

Sagenhaftes Mittelsachsen

Sagenhaftes Mittelsachsen

Die Einzigartigkeit und Vielfalt der Kulturlandschaften zu wahren, ihre spezifischen Entwicklungen zu befördern, zu tolerieren, zuzulassen und für neue Wege offen zu sein, ist Inhalt und Handlungsansatz zahlreicher kultureller Angebote und Einrichtungen im Landkreis Mittelsachsen.

Dabei geht es im Kern um folgende Aspekte:

  • hohe Qualität der Traditionspflege sichern,
  • Ausprägung eigenständiger Kultur im ländlichen Raum fördern,
  • finanzierbare Strukturen schaffen und erhalten,
  • soziale und kulturelle Offenheit ermöglichen,
  • Experimentierfreude und Innovationsbereitschaft anregen,
  • Wünsche und Lebenswelten der Menschen einbeziehen.

In diesem Kontext stand und steht die Frage nach identitätsstiftenden strategischen Ansätzen und konkreten Projekten zu deren Umsetzung.

Im Zuge deren Erarbeitung wurde das Thema „Sagen“ in den Fokus gesetzt. Diesbezüglich liegen zwischenzeitlich mehrere konzeptionelle Ausarbeitungen als fundierte theoretische Ausgangsbasis vor.

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises hat im Zeitraum 2016 bis 2018 unter dem Titel „Sagenhaftes Mittelsachsen“ zahlreiche Einzelmaßnahmen initiiert und federführend realisiert, wie beispielsweise:

  • Herausgabe einer umfangreichen Sagensammlung (2 Bände),
  • Konzeption und Präsentation einer Wanderausstellung,
  • Entwicklung und Pflege der Homepage,
  • Durchführung von Lehrerweiterbildungen.

Erfreulicherweise gibt es eine breite Zustimmung von Kultureinrichtungen und Einzelpersonen zur Beteiligung an einem solchen Projekt, aber es fehlt der Macher, Netzwerker, Kommunikator (m/w).

Sagenhaftes Mittelsachsen

 

Nunmehr gibt es Erfreuliches zu berichten:

Der Landkreis Mittelsachsen wurde im Programm „Aktive Regionalentwicklung“ als Modellregion für das Projekt „Sagenhaftes Mittelsachsen“ ausgewählt und ist jetzt aufgefordert, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Mittelsachsen ist damit eine von 12 Modellregionen in Deutschland, die einzige in Sachsen.

Das Vorhaben enthält die Weiterentwicklung und -qualifizierung, u.a. mit einem Projektmanagement und der Verstetigung des Schulprojektes. Aus dem Netzwerk heraus sollen natürlich noch viele weitere kreative Ideen entstehen.

Das Modellvorhaben ist auf eine Laufzeit von 3 Jahren angelegt und endet am 31.12.2023.

Die Mittelsächsische Kultur gGmbH wird sich in die künftigen Netzwerkstrukturen integrieren, mit Engagement und Kompetenz in der Ideenschmiede mitwirken und in Entscheidungsgremien mitarbeiten. Dazu wurde dem Regionalmanagement des Landkreises Mittelsachsen im Februar 2021 ein entsprechender Letter of intent übergeben.

 

Taurasteinbrot, Kegelbrüder und Hexentisch

Mit der Installation eines Projektmanagements soll es nun gelingen, ein Akteursnetzwerk rund um die mittelsächsischen Sagen ins Leben zu rufen. Dieses Netzwerk bestehend aus Unternehmen, LEADER-Managements, Schulen, Gemeinden sowie Kultur- und Tourismuseinrichtungen soll Projekte entwickeln, die die Sagen erlebbar machen.

Ein Brot mit dem Namen Taurastein gibt es schon. Weitere Produkte und Angebote können folgen.

Anknüpfend an die Sagen soll es gelingen, Handwerksunternehmen, Kultur- und Tourismusunternehmen dabei zu unterstützen, die Sagen für ein kreatives Angebot zu nutzen. Dies fördert die Bekanntheit der Region und stärkt die Identität der Menschen, die in Mittelsachsen leben.

Den Hut für das Projekt hat das Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung des Landkreises Mittelsachsen auf. Unterstütz wird es von der Mittelsächsischen Kultur gGmbH, dem Planungsverband Region Chemnitz und der Fördergesellschaft Regio Döbeln e.V..

Die Umsetzung des Projektmanagements erfolgt durch das Unternehmen M&M | Maikirschen & Marketing aus Oschatz.

Das Projekt wird im Rahmen der aktiven Regionalentwicklung vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung gefördert.

Wir freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit bei diesem ambitionierten Projekt.

Weitere Informationen unter www.sagenhaftes-mittelsachsen.de