An einem besonders schönen Talabschnitt der Zwickauer Mulde erhebt sich auf einem 50 Meter hohen Felssporn die um 1190 erstmals urkundlich erwähnte Rochsburg. Bis ins 15. Jahrhundert wurde sie mehrfach erweitert und unter dem Baumeister Arnold von Westfalen zum Schloss umgebaut. Unter den Herren von Schönburg erhielt Schloss Rochsburg Mitte des 16. Jahrhunderts das heutige Erscheinungsbild. Die Außenanlagen behielten ihren wehrhaften Charakter, der mit der vorderen Toranlage, der Nordwehrmauer mit dem Fachwerkwehrgang, der Südwehrmauer und dem oberen Tor zum Innenhof noch deutlich erkennbar ist.
Seit 1911 befindet sich in der ersten Etage der Kernburg des Schlosses ein Museum, in dem Inneneinrichtungen aus dem 16. – 19. Jahrhundert und Porträts der Schönburgischen Familie zu sehen sind. Eine Ausstellung zur Entwicklung von 1000 Jahren Mode und eine Ausstellung zu Werkstoffen der Natur im Großen Keller ergänzen den Rundgang, bei dem die Innenarchitektur des Schlosses Rochsburg erlebbar ist.
Sehenswert ist auch die spätgotische Schlosskapelle St. Anna mit einem Renaissance-Altar von Andreas Lorenz.
Der Bergfried ist der älteste Teil der Rochsburg. Er wurde als Verteidigungsturm errichtet, Ursprünglich nur ca. 20 Meter hoch, erhielt er im 16. Jahrhundert seine heutige Höhe von 50 Metern. Im Inneren befindet sich eine Einzeigeruhr mit einem eisernen Räderwerk von 1640 und zwei zugehörigen Glocken.
In der Galerie im Schloss werden wechselnde Ausstellungen zu Kunst, Kunsthandwerk und Geschichte präsentiert.
Museum Schloss Rochsburg
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